Integration in Planungs- und Entwicklungsprozesse
Fokus
Wir befassen uns mit dem Problem, dass Barrierefreiheit in Planungsprozessen häufig zu spät berücksichtigt wird.
Infolgedessen werden die Alltagserfahrungen vieler Nutzerinnengruppen übersehen, darunter ältere Menschen, die in Beteiligungsprozessen oft unterrepräsentiert sind und mit digitalen Werkzeugen teilweise weniger vertraut sind, ebenso wie Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, Eltern mit Kinderwagen und vorübergehend verletzte Personen. Wird Barrierefreiheit als nachträgliche Ergänzung statt als Ausgangspunkt verstanden, führt dies zu konkreten Barrieren in der alltäglichen Mobilität, wie unebenen Oberflächen, fehlenden oder unzuverlässigen Aufzügen, mangelhafter oder verwirrender Beschilderung sowie unklaren Zuständigkeiten zwischen verschiedenen Akteurinnen (z. B. DB, MVG und der Stadt). Wir zeigen auf, wie diese Planungslücken unabhängige Bewegung einschränken und warum Barrierefreiheit von Beginn an in Planungs- und Gestaltungsprozesse integriert werden muss.
Wir haben unsere Ergebnisse auf einer eigenen Webseite zusammengefasst, mit dem Ziel, Bewusstsein zu schaffen und die Planungsdebatte von den Nutzenden hin zu den Planenden zu verschieben. Die Webseite ist hier abrufbar.
Hintergrundinformationen
Kontakt
Autor*innen: Ludwig Agholm, Shahmeer Ahmed, Ammar Shraf, Parisa Karabalaei Salmani
Die Studierenden sind für den Inhalt ihrer Seminararbeiten verantwortlich. Die Betreuung erfolgte durch David Duran Rodas, Maria Jose Zuniga und Lea S. Zuckriegl. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Lea S. Zuckriegl (lea.zuckriegl@tum.de).
