Planning-informed Perception & Perception-informed Planning (PiP2)
Ansprechpartner: info.ftm@ed.tum.de
Problemstellung
Autonome Fahrzeuge müssen in sicherheitskritischen Situationen schnell und zuverlässig reagieren. In heutigen modularen Softwarearchitekturen arbeiten Umfeldwahrnehmung und Trajektorienplanung jedoch oft weitgehend getrennt: Die Wahrnehmung liefert nur vereinfachte Objektinformationen, während Unsicherheiten über Position, Existenz oder Klassifikation von Objekten nur begrenzt in die Planung einfließen. Dadurch können Fehlerketten entstehen, die insbesondere bei hochdynamischen Ausweichmanövern die Sicherheit und Leistungsfähigkeit des Gesamtsystems begrenzen.
Ziel
Ziel des Projekts PiP2 ist die Entwicklung neuer Softwaremodule für autonome Fahrzeuge, die Umfeldwahrnehmung und Trajektorienplanung enger miteinander koppeln. Durch einen bidirektionalen Informationsaustausch sollen einerseits Planungsinformationen genutzt werden, um relevante Objekte gezielter zu erkennen, und andererseits Unsicherheiten aus der Wahrnehmung direkt in die Trajektorienplanung einfließen. Die entwickelten Ansätze werden zunächst simulativ, anschließend am HiL-Prüfstand und schließlich im Realfahrzeug erprobt, um sichere und agile Fahrmanöver in kritischen Situationen zu ermöglichen.