CONTROL, Controlling Risk for Highly Automated Transportation Systems Operating in Complex Open Environments
Ansprechpartner: Jan Bergmann, M.Sc.
Problemstellung
Autonome Systeme im Verkehr müssen in offenen, dynamischen Umgebungen auf eine Vielzahl möglicher Situationen sicher reagieren können, auch auf seltene und unvorhersehbare Ereignisse. Bisherige Verfahren stoßen gerade in komplexen, wenig berechenbaren Betriebsbereichen an ihre Grenzen.
Auf der Straße stehen Situationen wie plötzlich auftauchende Fußgänger an unübersichtlichen Stellen, unerwartete Baustellen, fehlerhafte oder widersprüchliche Verkehrssignale, extreme Wetterlagen mit Sensorbeeinträchtigung oder technische Störungen im Fahrzeug im Vordergrund. Diese Szenarien sind aktuell kaum systematisch abgesichert. Im Bahnbereich kommen weitere Herausforderungen hinzu, zum Beispiel Personen oder Hindernisse auf dem Gleis.
Ziel
Die Vielfalt und Dynamik offener Umgebungen überfordert klassische Absicherungsmethoden. CONTROL geht deshalb einen neuen Weg: Das System bewertet kontinuierlich, wie sicher es in einer Situation operieren kann, und reagiert bei Unsicherheiten mit vorsichtigen Maßnahmen, etwa durch angepasste Geschwindigkeit oder kontrolliertes Ausweichen. CONTROL baut auf den Projekten PEGASUS und VVM auf, die systematisch Testfälle abgeleitet und komplexe Betriebsbereiche abgesichert haben. Als Teil der VDA Leitinitiative autonomes und vernetztes Fahren erweitert CONTROL diesen Pfad um die Fähigkeit, Unsicherheiten aktiv zu bewerten und zu bewältigen. Am FTM entwickeln wir im Rahmen des Projekts Methoden zur hochgenauen Lokalisierung auf Basis multimodaler Sensorfusion. Dabei analysieren und kompensieren wir Unsicherheiten aus Umgebungseinflüssen und seriennaher Sensorik, um eine robuste und präzise Fahrzeuglokalisierung zu gewährleisten.
Fördergeber
